Steuererhöhungsorgie (vorerst) verhindert
8. Dezember 2011 Hinterlasse einen Kommentar
Alle Jahre wieder im Dezember, kurz vor der Weihnachtspause, werden Gebühren- und Steuersätze für das darauf folgende Jahr in den Gremien der Stadt beraten. So stand auch dieses Jahr im Finanzausschuss die Erhöhung der Grund-, Gewerbe- und Hundesteuer auf der Tagesordnung.
Die Vorschläge, die zur Beratung anstanden, kamen jedoch weder aus Politik, noch direkt aus der Verwaltung, sondern von der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA). Linnich hat unbestritten zu viele Schulden (gilt aber trotzdem als reiche Stadt). Zur Lösung der finanziellen Probleme schlägt die GPA die Erhöhung der Steuern vor und das ziemlich deutlich. Die Hundesteuer sollte für den ersten Hund von 60 € auf 75 €, für den zweiten von 100 € auf 132 €, für den dritten und alle weiteren Hunde von 150 € auf 156 €; die Grundsteuer A von 230 auf 237 v.H., die Grundsteuer B von 391 auf 427 v.H. und die Gewerbesteuer von 413 auf 426 v.H, steigen.
Am 4., 6., und 8. Oktober waren die Jugendlichen im Alter von 14 und 21 mit Wohnsitz in Linnich aufgerufen das erste Jugendforum zu wählen. Ein Arbeitskreis aus Vertretern aller Fraktionen, interessierten Jugendlichen und Vertretern der Verwaltung (insbesondere Fachbereichsleiterin Jutta Bensberg-Horn und später der nun für das Jugendforum zuständige Sachbearbeiter Harald Bleser) arbeiteten seit Anfang 2010 eine Satzung aus, veranstalteten Jugendforen in den Ortschaften und bereiteten die Wahl vor. Das Jugendforum wird nun zum offiziellen Sprachrohr der Linnicher Jugendlichen. Die Satzung ermöglicht die Mitarbeit in den freiwilligen Fachausschüssen (Schule, Jugend/Soziales, Kultur, Stadtentwicklung, Bau/Umwelt, Werksausschuss), wie auch die Möglichkeit eigene Ideen in die Gremien der Stadt hineinzutragen.
Das Problem ist seit langem bekannt: in der Rurauenhalle in Tetz tropft es hinein. Insbesondere der Gastronomiebetrieb leidet unter den ungeklärten Wassereinbrüchen. Der Kulturausschuss (zuständig für die Bürgerhallen im Stadtgebiet, zu denen auch die Rurauenhalle zählt) befasste sich jetzt erneut mit der Thematik. Alle Fraktionen waren sich darin einig, dass das Dach entsprechend saniert werden muss. Die FDP-Fraktion sprach sich dafür aus, die Ausführung des neuen Daches als Pult- oder Satteldach zu überprüfen die – im Gegensatz zum bestehenden Flachdach – weniger anfällig für undichte Stellen sind. Zudem kann diese Dachform besser wärmegedämmt und abgedichtet werden. Unter Umständen könnte die Stadt auch Fördergelder für energetische Sanierungen beantragen, was den städtischen Haushalt entlasten würde. Einstimmig beschloss der Ausschuss schließlich die Dachfläche der Nebengebäude zu erneuern. Die Maßnahme soll kurzfristig ausgeschrieben werden, ebenso alternativ mit Pult- oder Satteldach.