An der Jugend wird nicht gespart – Fraktionen verständigen sich auf Sparliste

Im Nachgang der letzten Sitzung des Finanz- und Personalausschusses vereinbarten die Fraktionen von FDP, SPD, Grünen und PKL sich gemeinsam mit der Verwaltung auf Kürzungen im Bereich der freiwilligen Ausgaben zu verständigen. Seitens des Kreises Düren – als Kommunalaufsicht – wurde die Kürzung von drei Prozent der freiwilligen Leistungen (gemessen am Vorjahr) gefordert.

Nachdem die ersten Kürzungsvorschläge der Verwaltung auf Ablehnung bei allen Fraktionen trafen, einigten sich die vier Fraktionen auf ein gemeinsames Vorgehen mit der Verwaltung. Die CDU-Fraktion lehnte jegliche Diskussion schon in der Sitzung ab.

In dem gemeinsamen Gespräch verständigte man sich darauf die Mittel für Jugendarbeit (9.900 €), die vollständig eingespart werden sollten, in unveränderter Höhe beizubehalten. „Bei der Jugend zu sparen, hätte bedeutet an der Zukunft unserer Stadt zu sparen“, kommentiert der finanzpolitische Sprecher Patrick L. Schunn, der an die FDP-Fraktion in den Gesprächen vertrat, die Entscheidung.

Des Weiteren einigte man sich darauf den Bauhofeinsatz in den Bereichen Städtepartnerschaft und Heimatpflege auszusetzen (5.500 €) und die Gelder für die Kameradschaftskasse der Feuerwehr (4.200 €) wieder frei zu geben.

Im Kultur- und Sozialbereich wurden die Zuschusssperren für Förderung der Seniorenarbeit, der Kulturwoche und von Frauen helfen Frauen e.V. (insg. 2.300 €) aufgehoben. Stattdessen wurden Personalstellen aus den Bereichen Theaterfahrten/Kulturwoche, sowie Freiwillige soziale Maßnahmen (18.709 €) gestrichen. Die frei werdenden Personalkapazitäten (insg. 0,8) werden künftig in Pflichtbereichen der Verwaltung eingesetzt.

Unter diesen Bedingungen, sei die Liste „ein guter Kompromiss zwischen Sparen und Förderung ehrenamtlichen Engagement“, so Schunn. Die finanzielle Situation unserer Stadt wird sich voraussichtlich nicht verbessern, wir werden auch in Zukunft dazu gezwungen sein, weiter zu sparen, auch im freiwilligen Bereich, „dies ist besonders schmerzhaft. Sich aber schmollend in die Ecke zu setzen und alles den Bach runtergehen zu lassen, wäre unverantwortlich. Politik bedeutet auch unschöne Entscheidungen zu treffen, Entscheidungen die schmerzen. Als seriöse Partei, die am Wohl der Stadt interessiert ist, kann man sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Dagegen sein, mag der einfachere Weg sein und vielleicht auch kurzfristig mehr Stimmen bringen, aber die Interessen der Stadt stehen über die der einzelnen Partei“, kommentiert Schunn abschließend.

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